Wohnungsnot im Alter: Teure und nicht altersgerechte Wohnungen

Gleich zwei Artikel widmet DIE ZEIT dem Thema Wohnen im Alter. Dabie haben Senioren hierzulande mehr Platz zur Verfügung, als der Durchschnitt. Doch der Grund sind weger Egoismus noch Bequemlichkeit: Bezahlbare, kleine Wohnungen sind Mangelware. Altersgerechte Wohnungen gibt es noch weniger.

Wohnungsnot im Alter: Teure und nicht altersgerechte Wohnungen

Senioren leben im Schnitt auf 59 Quadratmetern. Dagegen liegt der Durchschnitt der Wohnungsgröße pro Kopf bei nur 46 Quadratmetern. Das heißt, Senioren haben in der Regel zu viel Platz, junge Menschen, vor allem Familien mit Kindern haben zu wenig Platz.

Umzug ist teurer, als in der großen Wohnung bleiben.

Eigentlich müssten die Senioren in kleinere, altersgerechte Wohnungen ziehen. Aber genau die gibt es nicht. Denn kleine Wohnungen werden nicht nur von Rentnern gesucht, auch Studenten, Berufsanfänger und Alleinstehende suchen nach kleinen, preiswerten Wohnungen.

Meistens ist es für Senioren günstiger in der großen, nicht altersgerechten Wohnung zu bleiben. Sie wohnen u. U. schon lange in diesen Wohnungen. Die Mieten sind kaum gestiegen und liegen daher häufig unter dem Mietspiegel. Ein Drittel der Rentner wohnt seit rund 30 Jahren in seiner Wohnung. Ein weiteres Drittel 30 bis 50 Jahre und jeder Zehnte sogar länger.

Seniorengerechte Wohnungen fehlen überall.

Denn seniorengerechte Wohnungen fehlen. Bundesweit gibt es nur 700.000. Das Pestel-Institur prognostiziert, dass etwa drei Millionen altersgerechte Wohnungen auf absehbare Zeit benötigt werden. Zu dieser Zahl kam schon das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) in seinen Studien. Günther sagt es so: „Deutschland steuert sehenden Auges auf die graue Wohnungsnot zu.“ Wo wenig Geld fürs Wohnen bleibt, fehlt auch das Budget für altersgerechte Einbauten wie Aufzüge und Treppenlifte.

„Das Statistische Bundesamt hat errechnet, dass bis zum Jahr 2035 deutlich mehr Menschen leben, die über 65 Jahre alt sind: etwa 24 Millionen Bürger. Das wären sechs Millionen mehr Rentner als jetzt, weil die geburtenstarken Jahrgänge bis dahin in Rente gehen. Zudem werden wohl viele davon keine 45 Jahre durchgängig gearbeitet oder wegen befristeter Arbeitsverhältnisse und prekärer Jobs kaum privat vorgesorgt haben“ zitiert die Zeit den Ökonom Günther.

Auch Akademiker zukünftig von Wohnungsnot bedroht

Auch Geringverdiener und Mindestlöhner werden es schwerer haben. Und selbst für Akademiker, die erst mit 30 im Beruf angefangen haben und einige Jahre in Teilzeit beschäftigt waren, werden Armut und Wohnungsnot zukünftig nicht ausgeschlossen sein.

Bei immer mehr Rentnern wird das Geld kaum zum Wohnen reichen. „Aktuell bekommen drei Prozent der Rentner Grundsicherung vom Staat. In den kommenden 20 Jahren wird dieser Anteil auf 25 bis 35 Prozent steigen. Es wird finanziell eng, das betrifft vor allem das Wohnen.“

Zu solchen Ergebnissen Ergebnissen kommen auch andere Untersuchungen. „Die gegenläufige Entwicklung der Einkommen und Wohnkosten sowie zusätzliche Kosten für Serviceleistungen und Pflege werden langfristig zu einer Verschlechterung der Lebenssituation der älteren Bevölkerung führen.“

Vor allem in den Ballungszentren. Schon jetzt ziehen mehr Senioren raus aus den Metropolen, als Ältere vom Umland hineinströmen, zeigen Untersuchungen des IW. Das liege an den hohen Preisen.

Wenn der erforderliche Neubau weiter vernachlässigt wird, die Konjunktur und der Zuzug weiter anhalten, dann wird sich die Wohnsituation für Senioren weiter zuspitzen.

Den ganzen Artikel lesen Sie in der Zeit.

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